Live vom Protesttag (1): Inklusion beginnt im Kopf

Shownotes

Zum Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung hat Alexander Leidig vom CJD Erfurt sein Mikrofon mitten auf dem Erfurter Fischmarkt aufgebaut – und mit den Menschen gesprochen, die Inklusion in Erfurt und Thüringen gestalten und erleben.

Es geht um gemeinsames Lernen und die Zukunft der Förderschulen, um 165 nicht barrierefreie Haltestellen, um Bahnreisen mit Rollstuhl, kaputte Aufzüge und drohende Kürzungen in der Eingliederungshilfe. Und um die Frage, warum Barrierefreiheit kein Sonderwunsch ist, sondern uns allen nützt.

Zu Gast in dieser Folge: • Maik Benczek, CJD Erfurter Werkstätten • Falko Stolp, Stadtrat in Erfurt und ehemaliger Schulleiter der Gemeinschaftsschule am Roten Berg • Frau Kirchner, Schulleiterin der CJD Christophorusschule Erfurt • Dennis Petschner, Landesbeauftragter für Menschen mit Behinderungen in Thüringen • Julia Fischer und Alexander Brick, LIGA Selbstvertretung Thüringen • Jette Schäfer, Inklusionsmanagerin der Stadt Erfurt, und Toni Schellenberg, Leiter des Amtes für Soziales • Carola Hettstedt, Beauftragte für Menschen mit Behinderungen der Stadt Erfurt, und Chris Wunderlich, Vorsitzender des Erfurter Beirats für Menschen mit Behinderungen Moderation: Alexander Leidig (CJD) Mikrofon für Inklusion – damit die gehört werden, die sonst zu oft nicht gesehen werden.

Transkript anzeigen

00:00:05: Mikrofon für Inklusion.

00:00:08: Der Street-Life-Podcast vom CODR Furt zum Protesttag der Gleichstellung von Menschen mit Behinderung auf dem Fischmarkt Erfurt.

00:00:17: Hallo, herzlich willkommen hier bei unserem Podcast Mikrofond for Inklusion.

00:00:21: Mein Name ist Alexander Leidig.

00:00:23: Ich arbeite beim christlichen Jugenddorfwerk eV Deutschlands Das COD hier in Erfort Genau und ich freue mich heute Gäste zu haben Und die dürfen sich einmal selber vorstellen.

00:00:33: Hallo, ich bin der Mike Benschek und arbeite im COD im christlichen Jugenddorfwerk in Erforder Werkstätten.

00:00:40: Und ich mache auch gerne Musik mit Alex Leitig.

00:00:42: Mein Hobby ist ja auch Musik und bei uns macht es auch Spaß!

00:00:45: Ja...und mein Name ist Falco Stolp.

00:00:47: Ich bin zurzeit Stadtrat für die Linken hier in Erfurt und zu meiner beruflichen Tätigkeit.

00:00:54: Ich war viele viele Jahre Schulleiter unter anderem auch einer Gemeinschaftsschule.

00:00:58: Schwerpunkt in dem Schulkonzept waren natürlich bei eine Gemeinschaftschule die Inklusion.

00:01:03: Und wenn viele Leute sagen, das geht alles nicht, kann ich immer sagen es geht, wenn man

00:01:08: will.".

00:01:09: Ich denke auch Wille ist immer ein ganz großes Thema.

00:01:12: Ich würde einmal bei Ihnen bleiben und zwar ist es ja gerade auch ein sehr großes Thema dass ja gerade die Förderschulen nicht richtig mit finanziert werden können beispielsweise weil sie auch mitbekommen haben wir sind hier als CHD Sachsen Thüringen auch vom Bildungsministerium.

00:01:24: was ist denn für Sie in der Schule oder im Schulalltag vor allen Dingen gelingende Inklusion?

00:01:29: Gelingende Inklusion, also ich muss vielleicht erst mal dazu sagen noch dass Inklusion eine viel viel komplexere Sache ist als der ein oder andere denkt.

00:01:37: Da geht es nicht nur um körperliche Beeinträchtigung oder geistig oder was auch immer sondern Inklusion geht uns alle an und manche denken sie sind gar nicht davon betroffenes ist aber so letztendlich.

00:01:49: Und wie gesagt Gemeinschaftsschule ist eine Schule wo alle gemeinsam lernen von der ersten bis zur zwölften Klasse.

00:01:58: im Regelfall, weil sie Förderschulen angesprochen haben.

00:02:01: Ich liebe Förderschuhe nicht!

00:02:03: Ich will Schulen haben wo sie alle gemeinsam hingehen.

00:02:05: zum Beispiel bei einer körperlichen Beeinträchtigung gibt es wenige Schulen in Erfurt die ein Fahrstuhl haben also ist man gezwungen geteilt zu werden.

00:02:13: letztendlich und wie gesagt Inklusion beginnt erst mal im Kopf.

00:02:17: ja das ist das wichtigste.

00:02:18: und dass auch gerade ich bleibe jetzt öfters bei Schulen.

00:02:22: Das muss auch allen Lehrerinnen und Lehrern und Schulsozialarbeitern und so weiter klar sein, weil es ist alles möglich.

00:02:30: An unserer Schule der Gemeinschaftsschule am Roten Berg lernen alle Kinder mit Förderbedarf die nicht sprechen können oder sprachgeschädigt sind letztendlich.

00:02:43: Vielen, vielen Dank dafür!

00:02:44: Ich finde Behinderung bedeutet ja immer Nicht behindert sein sondern Behindert werden.

00:02:48: und was behindert das sind die Barrieren vor allen Dingen erst mal in den Köpfen.

00:02:51: Das ist ganz ganz wichtig Mike ich würde dem Ball einmal an dich abspielen.

00:02:55: magst du uns mal erzählen wie war das denn bei dir in der Schule?

00:02:58: Also bei uns in der schule ich war ja ein Chemnitz in der sächsischen blindenschule.

00:03:02: da haben die Lehrer ja auch geholfen mit den Leuten Die Schwierigkeiten hatten auch mal zu helfen vor allem bei Menschen mit Behinderungen, körperliche Beeinträchtigungen oder die nicht gut sehen können.

00:03:16: Vor allem wenn man jetzt Lernstoff hat das man da auch schnell helfen muss wo man halt nicht so schnell mitkommt Und so weiter.

00:03:23: Aber ich glaube die Verbindung, die wir ja auch haben ist genau die Musik.

00:03:26: Du hast ja gesagt es ist auch ein riesengroßes Hobby.

00:03:28: für dich war das in der Schulzeit auch schon so dass du da gefördert wurdest mit der Musik oder kam es später?

00:03:32: Ne mit der musik.

00:03:33: also ich konnte schon immer sehr gut singen und Ich hatte in Musik auch immer eine eins gehabt uns macht auch Spaß vor allem wenn man mit dir singt und viele Auftritte hat mit unseren Chor.

00:03:43: Das ist ja was Besonderes.

00:03:45: Ich gebe einmal das Mikro noch mal ab, vielleicht ein Wunsch für das Thema Inklusion oder generell Menschenrechte?

00:03:51: Die würde ich noch einmal abgeben.

00:03:53: Ja, das ist gut so!

00:03:54: Bei mir fällt nämlich etwas ganz ganz Aktuelles ein aus dem Stadtrat.

00:03:58: Man erlebt es ja wie an heutigen Tag dass auch viele auch Politik sich immer rühmen wir sind für Inklusion, wenn man aber dann Taten sehen will, dann sieht's schwieriger aus.

00:04:10: ÖPNV, Straßenbahn und so weiter und so fort.

00:04:12: Es gibt jetzt bald einen neuen Verkehrsplan nach Verkehrsplan.

00:04:16: Und da habe ich gelesen dass also Rfort fourhundertzwanzig Stationen hat und hundertfünfundsechzig davon sind nicht barrierefrei.

00:04:25: das muss man sich mal überlegen.

00:04:26: Da geht es nämlich schon los.

00:04:28: und wenn man dann fordert wir wollen die ganzen station barrieren frei haben was kommt an für ein argument?

00:04:34: Wir haben kein personal wir haben kein geld.

00:04:36: Das ist eben dieses Wort und Tat, das Reden von Inklusion und das Handeln.

00:04:41: Und wieder letztendlich muss es im Kopf

00:04:43: losgehen.".

00:04:48: Ich habe eine neue Gesprächspartnerin und zwar... Frau Kirchner.

00:04:52: ich bin die Schulleiterin der CHD Christophores Schule in Erfurt.

00:04:56: Wunderbar!

00:04:57: Also ich glaube wir sind somit die einzigen, die zumindest vorher heute schon mal gesprochen haben.

00:05:02: was ist denn gerade ein sehr aktuelles Thema an der Förderschule?

00:05:05: Ja also wir haben eine große Herausforderung und das ist die Refinanzierung unserer Schule.

00:05:12: Als freie Schule bekommen wir vom Land Die achtzig Prozent refinanziert, zwanzig Prozent muss der Träger selbst aufbringen und das stellt uns vor enorme Herausforderungen.

00:05:22: Machen wir als Schule also sichtbar vor dem Bildungsministerium.

00:05:26: einmal im Monat fahren wir dort mit allen kleinen und großen hin und demonstrieren gegen diese schlechte Refinanzierung.

00:05:33: Frau Kirchner es ist ja so.

00:05:34: wie haben jetzt gerade im ersten Beitrag schon gehört da ging es um eine Gemeinschaftsschule und dabei auch ein bisschen das Thema Förderschulen.

00:05:41: Ist ähnlich die Werkstätten für Menschen mit Behinderung immer.

00:05:45: Was macht eine Förderschule so besonders?

00:06:02: Also wir haben in den letzten Jahren einen ganz, ganz regen Zulauf bekommen.

00:06:06: Weil die Inklusion oder Integration in die regulären allgemeinbildenden Schulen nicht ganz so funktioniert wie man sich das sicher erwünscht hat.

00:06:15: mit der Idee und an der Förderschule – in unserem Fall für Schüler mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung – haben wir natürlich spezifische Rahmenbedingungen.

00:06:25: Das fängt bei der Klassengröße mit acht Kindern an Über Therapien, die im Haus erfolgen.

00:06:31: Ganz nahegelegene Bereiche ist alles barrierefrei und natürlich ist der Unterricht spezifisch ausgelegt auf die Schülerschaft.

00:06:38: Absolut!

00:06:39: Und genau diese Unterstützung ist ja auch genau das was so wichtig ist weswegen diese fehlende Refinanzierung ja ein großes Problem darstellt.

00:06:46: Ich kann mir jetzt vorstellen, ich meine, ich bin selber Sozialarbeiter.

00:06:48: Ich habe mit erwachsene Menschen gearbeitet das hier aber auch gerade Therapien, Förderungen und so weiter was die Eltern in ihrem Alltag ja alles auch miterleben müssen wo es Unterstützung dafür gibt.

00:06:59: Und wenn jetzt aber noch ein Schulgeld dazu kommen würde wäre das zu stemmen für die Elternhäuser?

00:07:04: Das wäre überhaupt nicht zu stemmen.

00:07:06: Es ist auch eine doppelte oder dreifache Benachteiligung, wenn man die Eltern da vor diese Situation stellen würde.

00:07:14: Ganz viele Familien können das überhaupt nicht bezahlen weil sie als sozial benachteiligt gelten und es kommt auch dazu dass das rechtlich ein Problem ist, weil die Eltern keine Wahlfreiheit haben.

00:07:25: ja in vielen Kreisen oder Städten gibt's nur die freien Schulen oder schulenden Freier Trägerschaft für diesen Schülerkreis.

00:07:33: Wunsch und Wahlrecht ist ja immer ein ganz wichtiges Thema, was hier auch im Gesetz steht.

00:07:36: Aber das ist gar nicht so einfach!

00:07:37: Wir haben von dem Mike vorhin gehört die Schule war in Chemnitz er ist in der Woche in Chemnetz gewesen und ist dann am Wochenende wieder nach Hause gekommen was ja auch schwierig ist Freundschaften aufzubauen oder ähnliches.

00:07:48: aber dieses Wunsch und Wahlrecht, was ja gepredigt wird.

00:07:50: Wird das am Ende auch kann so also gar nicht umgesetzt werden wahrscheinlich oder?

00:07:54: Nein, das funktioniert nicht ganz so.

00:07:56: Das hängt auch an vielen Regularien ob zum Beispiel ein Kind mit dem Fahrtdienst bis zu dieser oder jener Schule befördert wird.

00:08:03: da gibt es ganz klare Vorgaben Und auch bei uns sind Kinder wo die entweder die Familien extra nach Erfurt gezogen sind um das Angebot anzunehmen Oder wo die Kinder dann in der Woche eben in eine Einrichtung leben.

00:08:18: Also ich habe ja in meiner beruflichen Tätigkeit auch immer wieder mal mit der Schule zu tun.

00:08:22: und eine Sache muss sich wirklich sagen, die Schülerinnen und Schüler haben ja getrommelt vorhin bei Kuno.

00:08:27: Unser Projektpartner heute auch hier diese Freude, die damit da ist und die Energie so was auf einem Instrument lassen zu können wahrscheinlich.

00:08:34: Und dann aber auch diese Motivation das zu tun.

00:08:37: Ich hab gehört am Montag wurde einmal spontan geprobt und jetzt direkt zack am Dienstag hier in Auftritt.

00:08:43: Also ich glaube, jeder von uns der hier irgendwie stehen würde.

00:08:45: Ich glaube die wenigsten würden das so einfach machen.

00:08:48: aber diese Freiheit und diese Leichtigkeit ist beeindruckend finde ich.

00:08:51: Ja.

00:08:52: also wir nutzen auch mit den Schülern jede Gelegenheit uns einzubringen und uns zu zeigen.

00:08:57: Die haben da schon eine gewisse Routine entwickelt und überhaupt keine Scheu.

00:09:00: Das ist immer wieder faszinierend wenn man das sehen kann.

00:09:03: Dass wir gehört werden mit unseren Anliegen und dass wir uns für die Schüler natürlich stark machen und dass die Entwicklung positiv ist.

00:09:09: Frau Kirchner vielen Dank fürs Gespräch.

00:09:15: Mikrofon für Inklusion.

00:09:17: Ich habe einen neuen Gesprächspartner, ich freue mich da sehr, sehr drauf, dass Sie Zeit gefunden haben!

00:09:21: Wen hab' ich denn hier sitzen?

00:09:22: Hallo mein Name ist Dennis Petschner und ich bin der Landesbeauftragte für Mensch mit Behinderung.

00:09:26: Herr Betschner, schön dass Sie da sind.

00:09:28: Dass es geklappt hat!

00:09:29: Was macht ein Landesbehindertenbeauftragter?

00:09:31: Kann man das so einfach überhaupt zusammenfassen?

00:09:33: Nein kann man nicht.

00:09:34: Es ist wirklich sehr vielfältig.

00:09:36: Also in erster Linie ist der Landesbeauftrage für Menschen mit Behinderung da um die Rechte von Menschen mit Behinderungen im Land zu vertreten.

00:09:46: Dazu kommt ganz viel Gremienarbeit.

00:09:48: Ich bin in ganz vielen Gremieren eingebunden, wir haben auf Landesebene einen Maßnahmenplan zur Umsetzung der UN-BHK.

00:09:55: Dort bin ich natürlich sehr stark drin.

00:09:57: Dann ist es eine große Verbandsebene.

00:10:00: Es gibt ganz viele Verbände in Thüringen für Menschen mit Behinderungen.

00:10:04: Wir haben viele kommunale Beauftragte.

00:10:07: Erford ja beispielsweise auch ... Für die bin ich nicht zuständig direkt aber natürlich will ich und das ist auch, habe ich so als Motto mein meiner meines Beginns sozusagen gesagt, dass ich für die kommunalen Beauftragten auch ansprechbar sein möchte.

00:10:22: Denn ich habe dieses Motto, das ich sage Inklusion und Teilhabe passiert vor Ort und deshalb brauchen wir vor Ort starke Strukturen und gute Menschen, die es umsetzen.

00:10:32: Das finde ich immer sehr stark, dass sie das sagen.

00:10:34: Ich habe soziale Arbeit studiert und für mich war es, ich hab vorhin schon im COD gearbeitet.

00:10:38: Ich hab Reisebegleitung gemacht, in dem ambulant betreuten Wohnen gearbeitet wo mir Selbstbestimmung und Teilhabe immer sehr wichtig waren.

00:10:45: Und als ich an der FH studiert habe... ...ich hatte immer das Gefühl, ich muss immer wieder von neuem Anfang zu erklären worum es geht.

00:10:52: Also wir haben immer wieder angefangen mit der UN-BRK Wir haben so gewisse Dinge die immer wieder kommen.

00:10:56: Passiert Ihnen das im Arbeitsalltag auch noch?

00:10:58: Dass Sie immer wieder so mit den Grundthemen anfangen müssen und Teilhabe erklären müssen, was ja selbstverständlich sein sollte?

00:11:05: Absolut leider.

00:11:06: Das ist leider immer wieder Thema.

00:11:09: Ich glaube es beginnt immer noch da dass wir viele Barrieren in den Köpfen haben also die Haltung im der Gesellschaft noch nicht stimmt so krass würde ich's auch ausdrücken.

00:11:19: und dadurch fangen wir immer wieder mit dem Grundthemen an und müssen Menschen erklären was Teilhaber ist.

00:11:25: das Inklusion nichts Schlimmes ist das inklusion eher Bereichern für die Gesellschaft.

00:11:30: Das ist mühsam und ich nehme jetzt leider auch in den vergangenen Jahren wahr, dass wir wieder rückschrittlich sind in einigen Bereichen.

00:11:37: Und das macht mich nachdenklich – jetzt kürzlich ja auch viel Einsparabsichten im Bereich der Eingliederungshilfe, Kinder- und Jugendhilfe.

00:11:48: Das stimmt mich sehr bedenklich und ich glaube auch, dass die nächsten Jahre hart werden und wir gerade dann auch starke Verbände brauchen, starke betroffenen Vertretungen, die immer wieder die Fahne hochhalten.

00:11:59: und sagen, ja wir müssen zusammen an einen Tisch kommen.

00:12:02: Wir müssen über gewisse Dinge reden keine Frage aber bitte nicht über

00:12:06: uns.".

00:12:07: Das ist genau ein ganz ganz wichtiger Punkt.

00:12:09: ich finde immer dass ganz viele Menschen viel zu sagen haben über Inklusion über Menschen mit Behinderung.

00:12:15: Sie haben es selber angesprochen Es gibt gerade Tendenzen die über Einsparungsgedanken.

00:12:27: Ich kann mich noch erinnern, während der Covid-Pandemie ist unsere Altbundeskanzlerin Frau Merkel vor die Mikrofone getreten und hat damals gesagt, wir müssen die Werkstätten für Menschen mit Behinderungen wieder öffnen.

00:12:38: Damit die Menschen ihre Freunde wiedersehen können.

00:12:40: Das ist das falsche Signal, wenn so was gesagt wird.

00:12:43: Es geht ja nicht um Freunde Wiedersehen, es geht um Teilhabe am Arbeitsleben an der Gesellschaft.

00:12:51: Es geht darum, wir alle wollen ja teilhaben können.

00:12:54: Das ist was ganz Wichtiges, dass es nicht nur eine Personengruppe betrifft bei der Teilhabe sondern wir alle etwas dafür tun können!

00:13:02: Absolut, also wir müssen Teilhabe.

00:13:05: Wir müssen Barrierefreiheit, wir müssen Inklusion und ganzheitlich denken.

00:13:08: Und was mich immer wieder stört in den Debatten, wir denken sehr verschachtelt.

00:13:14: Reden wir über barrierefreies Bauen?

00:13:15: Das heißt das hilft ja nur den älter gewordenen Menschen mit Behinderung.

00:13:20: Das ist falsch!

00:13:21: Es hilft uns allen.

00:13:23: Barrierenfreie Bauen sind Qualitäts- Faktor, wir müssen es als Qualität empfinden und wir müssen sehen dass das für uns alle ein Komfort ist den wir dann haben.

00:13:34: Und gerade im Bereich der Barrierefreiheit aber auch in anderen Themen wird dann immer gesagt das kostet zu viel Geld.

00:13:40: ich glaube Es ist viel viel teurer wenn wir es nicht schaffen eine inklusive Umwelt zu schaffen Dann dadurch passieren denn Folgekosten auf der anderen Seite.

00:13:52: Mikrofon für Inklusion, eine neue Gesprächsrunde.

00:13:55: Ich habe zwei Gesprächspartnerinnen hier und ich würde einfach sagen jeder stellt sich selber noch mal vor!

00:14:02: Ja hallo mein Name ist Julia Fischer, ich bin Wissenschaftlerin, strategische Leitung im VSPI-Vorstand im Mitglied der Liga Selbstvertretung und Vorstand im Verband für Inklusion und Teilhabe in Thüringen.

00:14:14: Hallo und moin Mein Name ist Alexander Brick, ich Bin Geschäftsstellenleiter der Ligasalz Vertretungen in Thüuringen der Lebertransplantierten in Deutschland.

00:14:23: Da haben wir ja sogar eine kleine berufliche Überschneidung, ich habe lange bei uns beim CHD viel erleben mit dem Familienerschützendienst auch mitgearbeitet Reisebegleitung gemacht den Ball würde ich einmal gerade aufgreifen reisen für Menschen mit Behinderbarung Teilhabe an Freizeit sozusagen.

00:14:39: es ist ja schwierig.

00:14:41: also Ich kann mich jetzt wenn ich Lust habe sofort in den Zugsetzen irgendwo hinfahren.

00:14:44: wo ist denn?

00:14:45: alleine war dem Thema Freizeitszeit ein sehr großes Problem und Was können Sie vielleicht dazu sagen aus der Erfahrung?

00:14:52: Ja, genau.

00:14:53: Wenn ich das jetzt aufgreife mit der Bahn, habe ich natürlich gerade wenn ich auf den Rollstuhl zum Beispiel angewiesen bin das Problem dass ich relativ frühzeitig also reden ja von bis zu zwei Wochen buchen muss um überhaupt einen Platz das einzig alleinigen Platz ist in der Bahn zu bekommen.

00:15:09: Und dann habe ich natürlich auch die Schwierigkeit, ändert sich was im Fahrplan, ändt sich etwas an den Gleisen, stehe vielleicht auch am falschen Gleis, was sich nicht mehr nutzen kann oder Aufzüge funktionieren auf einmal nicht oder Bahnhöfe werden nicht angefahren.

00:15:22: Da können wir ja natürlich Stunden darüber reden welche Problematiken da auftauchen.

00:15:26: Ich denke auch und dann kommt man vielleicht irgendwann oben an der See an und dann hat man auf einmal den Strand schon vor Augen Man braucht einfach Menschen dafür.

00:15:38: Sie haben gesagt, Ansprechpartner für die Menschen dort auch mit da zu sein und Aufklärung.

00:15:44: Was bedeutet denn Aufklärungen?

00:15:45: Wir haben eben schon mal grob über Dien-Normen gelächelt.

00:15:48: Jetzt können sie gerne mal loslegen!

00:15:51: Ja, auf öffentlichem Personennahverkehr gibt es entsprechende Regelungen.

00:15:54: Das ist überhaupt nicht die Frage.

00:15:57: Die Frage ist, die wir immer wieder hören kann man sich das leisten?

00:16:02: also Wir bauen doch schon so viel und wir machen auch schon soviel, versuchen entsprechend inklusiv unsere Umwelt unseren Sozialraum zu gestalten.

00:16:10: Wir schaffen es einfach nicht jetzt auch noch diese Bahnhaltestelle entsprechend zu errichten.

00:16:14: ein Problem was uns immer wieder begegnet, das ich auch persönlich von der Hand weisen möchte.

00:16:19: aber Fakt ist eins jede Barrierefreiheit die ich schaffe ist nicht eine Barriera Freiheit für Menschen mit in einer Unknerform Einschränkung sondern ist es eine gesamtgesellschaftliche Nicht nur Aufgabe, sondern eben auch eine gesamtgesellschaftliche Verbesserung.

00:16:33: Also ein inklusiver Sozialraum wirkt sich immer positiv für alle Menschen aus und ohne entsprechende Einschränkung dass man eben sagt ja jetzt kann der Rollstuhlfahrer daran teilnehmen oder was?

00:16:45: Sondern die Mutter mit Kinderwagen, der Vater mit Kinderwagen, der Rolator-Fahrer usw.

00:16:51: Es trägt wirklich alle Menschen die davon profitieren.

00:16:54: Es geht nicht um eine Gruppe, es geht ja um alle Menschen.

00:16:56: Frau Fischer vielleicht von Ihnen noch mal aus der Erfahrung die Sie da auch wahrscheinlich mitbringen sowohl aus Wissenschaft wie auch aus Praxis und in dem Sinne glaube ich auch Sichtbarkeit.

00:17:04: Ich finde das für mich persönlich heute.

00:17:06: wir stehen hier gemeinsam auf den Fischmarkt Wir stehen unabhängig von Träger, Vereinen, Vertretungen statt.

00:17:13: Das ist ne Sache Die ich mir sehr gewünscht habe, dass es auch mal so passiert und ich wünsche mir halt auch diesen Wunsch würde ich jetzt sogar mal formulieren.

00:17:21: Dass wir da in den nächsten Jahren nochmal größer werden und vielleicht auch weiterhin gemeinsam dastehen weil unabhängig davon aus welchem Bereich wir kommen Wir tun das alle für die gleiche Sache Und das ist glaube ich eine ganz große Wichtigkeit, dass wir da in einem Strang ziehen.

00:17:34: Das gebe ich noch einmal rüber wenn mir als heute einen Wunsch formulieren könnten Sie können es gerne auch nochmal aufgreifen Herr Frick Aber vielleicht dann nochmal abschließen würde ich dann gar nichts mehr sagen Ein Wunsche den wir heute aus dem Tag mitnehmen können Den wir einmal hier in diesen Podcasten die Tonspur brennen können.

00:17:47: was wäre das?

00:17:49: Dann stapelte natürlich entsprechend hoch und wollte sagen Dass wir keine UN-Bindertenrechtskonvention mehr brauchen weil die selbstverständlich immer und überall entsprechend umgesetzt wird.

00:18:02: Und einen Punkt, den ich vorhin vergessen habe und ich ihn trotzdem als extrem wichtig finde wir machen das Ganze eben aus einer Peerperspektive heraus.

00:18:10: also auch ich wie ich hier vor ihnen sitze hab eine Behinderung die man mir vielleicht nicht ansieht aber bin trotz entsprechen mit dem Thema beschäftigt und uns ist es eben wichtig dass für diese betroffenen Perspektive entsprechend mit reinbringen.

00:18:24: und aus dieser Betroffenen-Perspektive ist natürlich die Motivation Zu dem Endstatement sozusagen zu kommen, dass es für uns keine Rolle spielt.

00:18:32: Ist eine Behinderung vorhanden oder nicht?

00:18:34: Ja oder nein?

00:18:35: ist das egal?

00:18:36: wir haben wirklich alle Möglichkeiten wie Menschen ohne Behinderungen auch mit denen jeder Mensch sich sozusagen auseinandersetzen muss.

00:18:46: Mikrofon für Inklusion.

00:18:48: Wir sind immer noch am Fischmarkt am Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit und ohne Behinderung.

00:18:54: Ich habe zwei neue Gäste, wer ist denn hier gerade mit da?

00:18:57: Für die Hörerinnen und Hörern Ja hallo mein Name ist Jette Scheefe ich bin die Inklusionsmanagerin der Stadt Und quasi mit Organisatoren dieses Protesttags.

00:19:05: ja hallo und Mein Name ist Toni Schellenberg und ich bin leider das Amtes für Soziales in der Landeshauptstadt hier.

00:19:13: Da gehört die Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen dazu und deswegen auch Ansprechpartner zu diesem Thema.

00:19:18: Viel, ich finde das schöne Stichwort.

00:19:19: was wir ja auch haben ist ja gemeinsam.

00:19:21: es geht nicht darum ob der Träger etwas ganz Besonderes macht?

00:19:25: Der Verein!

00:19:25: Es geht darum.

00:19:26: wir haben hier einfach alle Akteure miteinander.

00:19:28: Wir haben das Amt da, wir haben die Stadt da... ...wir haben die Trägermit da,... ...wir haben Vereine da.... ...Wir haben Betroffene da und wir kommen miteinander ins Gespräch.

00:19:35: Wir sind miteinander sichtbar.

00:19:39: Wir stehen nicht irgendwo, sondern wir sind hier.

00:19:41: Die Menschen können uns hören und das ist was ganz, ganz Wichtiges.

00:19:44: letztes Jahr gab es ja so eine ähnliche Aktion würde ich fast Nicht sagen.

00:19:47: wir haben Eine sehr große aktion Hier in der Stadt gehabt und zwar er fort inklusiv.

00:19:53: Können Sie da vielleicht noch mal was zu sagen, was da genau letztes Jahr passiert ist für die Menschen, die hier im Podcast zuhören?

00:19:57: Ja sehr gerne.

00:19:58: Also wir haben im letzten Jahr einen großen Beteiligungsprozess gestartet und haben den quasi unter dem Label effort inklusiv gestartet weil quasi effort inklusive dafür stehen soll wie wir gemeinsam Erfurt weiterentwickeln können, inklusive Strukturen quasi zusammen entwickeln können und ja auch die Menschen zu befragen das haben wir hier im Pop-Up Store am Fischmarkt getan.

00:20:21: zu fragen braucht ihr in dieser Stadt?

00:20:23: Wo sind die Barrieren, wo muss ich was ändern?

00:20:26: und all das haben wir quasi gesammelt aufgenommen.

00:20:28: Und in den Maßnahmenplan zur Umsetzung der UNB Behindertenrechtskonvention gepackt.

00:20:34: Da sind sehr viele Anregungen zusammengekommen da freuen wir uns sehr.

00:20:37: also der Beteiligungsprozess damals als solches war so mit ein sehr großer Erfolg und wir merken auch jetzt im Nachgang noch dass sehr viel Leute unter diesem Label-Effort inklusiv sich etwas vorstellen können und auf uns zukommen und ihre Anregung für weitere Prozesse Das macht unsere Stadt aus, genau dieses Gemeinsam inklusiv zu sein.

00:20:58: Ich habe letztens auch mit beim kommunalen Beirat gehört wie Sie und Frau Adolf gesprochen haben.

00:21:03: Eine Sache ist mir im Gedächtnis geblieben.

00:21:07: Es geht darum, miteinander ins Gespräch zu kommen.

00:21:14: die Akteure, die Betroffenen, dass wir alle miteinander ins Gespräch kommen um gemeinsam Lösungen zu finden.

00:21:19: Das ist mir im Gedächtnis geblieben.

00:21:20: können Sie da vielleicht auch noch etwas zu sagen?

00:21:22: Ja also ganz grundsätzlich das auch Grundlage unserer Arbeit im Rahmen der Eingedrungshilfe für Menschen mit Behinderung.

00:21:29: Wir schauen, was wird benötigt.

00:21:32: Was für Ziele sollen erreicht werden?

00:21:34: Und da muss man miteinander sprechen, sonst geht es nicht und da gehört dann nicht nur der einzelne Mensch mit Bildung dazu.

00:21:39: Da gehört das Umfeld dazu, da gehört die professionelle Leistungserbringungen an dieser Stelle dazu und das ist eigentlich auch der Kernprozess.

00:21:47: ja weil wir haben aktuell auch eine entsprechende große Finanzdiskussion um die Eingliederungshilfe, um die Jugendhilfe Und das soll wirken.

00:21:57: Das wirkt auch, da bin ich felsenfeste Überzeugung dazu.

00:22:01: Dazu muss es aber gut gemacht sein und das ist auch unser Anspruch, dass wir das tun.

00:22:07: Meine Kolleginnen und Kollegen stehen hier drüben ja auch am Stand.

00:22:09: nochmal herzlichen Dank an die Kolleginnen.

00:22:12: Die sind täglich im Einsatz genau diese Gespräche zu führen, zu schauen was ist notwendig, was braucht es?

00:22:18: Dafür muss man miteinander reden!

00:22:20: Und das finde ich ist eine ganz, ganz tolle Grundhaltung.

00:22:22: Dass dieses Miteinander reden vor allen Dingen auch gelebt wird.

00:22:24: Ich bin ja selber zugezogen nach Erfurt.

00:22:26: Ich habe vorher in Weimar gewohnt und davor noch ganz viele andere Stationen gehabt.

00:22:30: aber eine Sache erzähle ich immer wieder wenn ich von Erfurch spreche dass nämlich Auch wenn es vielleicht, wenn man hier so lebt gar nicht mehr so auffällt.

00:22:37: Aber als ich hergekommen bin ist mir diese Vielfalt ganz besonders aufgefallen und ich glaube das ist gar nicht so selbstverständlich dass es auch so gelebt wird.

00:22:44: Ich finde auch gut, dass man dort miteinander sprechen kann.

00:22:47: Es ist noch viel zu tun.

00:22:48: also wir haben gerade in der Runde davor ja auch gesprochen.

00:22:50: Der Aufzug am Petersberg der runter führt zu einer nicht barrierefreien Straßenbahnhaltestelle beispielsweise.

00:22:56: aber ich glaube trotzdem Dass die Menschen den airport anpacken wollen Und das auch miteinander und das glaube ich Können Sie ja auch bestätigen von Amtswegen sozusagen?

00:23:05: Das können wir auf jeden Fall von Amteswegen bestätigt.

00:23:08: Ja, vielleicht nochmal so ein Blick zur allgemeinen Diskussion.

00:23:11: da kann ich nur dazu sagen dass wir überhaupt so eine Diskussion führen und wir wirken die Dinge die wir tun das ist ganz enorm wichtig.

00:23:18: Dass es auch Bundesebene geführt wird das ist auch extrem wichtig.

00:23:21: Ich möchte da an der Stelle aber auch nur appellieren, es darf nicht nur eine Finanzdebatte sein.

00:23:26: Es muss um Inhalte gehen und gut zusammenpassen.

00:23:29: Viele Dinge können besser gemacht werden.

00:23:31: Da sprechen wir zum Teil schon zwanzig, dreißig Jahre drüber und sie sind immer noch nicht an dem Punkt wo sie

00:23:36: hingehören.".

00:23:45: Und ja, wen habe ich denn als nächstes hier sitzen für unseren Podcast?

00:23:48: Ja mein Name ist Karola Hedstedt.

00:23:50: Ich bin bei der Stadt Erfurt die kommunale Beauftragte für Menschen mit Behinderungen.

00:23:56: Mein Name ist Chris Wunderlich und ich bin der aktuelle Vorsitzende des Erfurter Beirats für Menschen Mit Behinderung.

00:24:02: Schön dass ich da sein darf!

00:24:03: Jetzt Sie als Rollstuhlfahrer... Wie ist das?

00:24:05: Ich meine, Freiheit ist ein Menschenrecht so in der Form.

00:24:08: Jetzt wird man ja dann dort an der selbstbestimmten Freiheit Freizeit gehindert weil dort einen Aufzug über eine derart lange Zeit kaputt ist und man sozusagen wenn man dort auch dann vorspricht gar nicht die Lösungen bekommt.

00:24:22: wie kann man sich das vorstellen?

00:24:23: für wir hatten es eben schon in der Folge.

00:24:25: Na dann gehe ich halt zum Bahnhof, steige in den Zug und fahre irgendwo mit meinem neuen fünfzig Euro-Ticket.

00:24:29: Das ist ja aber eigentlich gar nicht so gelebte Praxis?

00:24:31: Nee!

00:24:32: In unserem Fall... Also wenn ich jetzt über die Rostefahrer oder auch über das Indiodenschmeißel gab es

00:24:37: z.B.,

00:24:37: im letzten Jahr kam eine Alternative als Rostepfahrer, um die Treppe hochzukommen.

00:24:42: Das kann man eigentlich vergessen.

00:24:43: Diese Raupen sind nicht für Elektroräustüde geeignet bzw.. Ich hätte auch Angst da drauf, wollte ich ganz ehrlich sagen.

00:24:50: Das is natürlich ne Katastrophe, das ist weit weg von jährlicher Inklusion.

00:24:55: Du hast ja auch gesehen, es gab hier Leute die haben sich verletzt beim Treppesteigen und ähnlichen Ding.

00:25:01: Genau!

00:25:01: Aber es geht ja auch um Sichtbarkeit.

00:25:03: also ich muss immer sagen... Ich habe immer eine gewisse Demut davor, ich setze hier das Format mit her und erzähle Dinge, aber ich musste auch in den letzten Jahren häufig lernen dass ich als nicht behinderter Mensch in dem Sinne einfach aufpassen muss wie aktivistisch.

00:25:18: Ich bin um eben nicht über die Köpfe hinweg Dinge zu tun und ich glaube da habe ich gelernt es ist auch nur bei ein Miteinander geht weil ich denke schon dass es gut ist sich aktivistischer zu zeigen.

00:25:28: aber es ist ja trotzdem auch ganz ganz wichtig dass Menschen die keine Behinderung haben zuhören Lernen von den Experten in eigener Sache.

00:25:53: Wir müssen eigentlich mehr auf die Leute hören, die das getrifft.

00:26:06: Weil wir sehen da ist so Jugendhilfe gekürzt werden es betrifft zu viele Schüler, die dann nicht mehr ganz alltäglich am Unterricht teilnehmen könnten.

00:26:15: den wo ich im Menschenrecht genommen wird ja wir sprechen auf der einen Seite natürlich von Treppen und Fahrstühlen wir müssen aber auch davon sprechen von der Zukunft von dem ganzen Land dürfen wir auch nicht vergessen gerade weil wir Menschen mit Behinderung an solchen Grundrechten hindern setzen wir unsere Zukunft generell aufs Spiel.

00:26:33: Ja, dem kann ich eigentlich gar nichts hinzufügen.

00:26:36: also das ist ja glaube ich existenziell dass wir wirklich die Rahmenbedingungen schaffen und beibehalten um einfach die Teilhabe des gemeinsamen Miteinander von Menschen mit ohne Behinderung möglich zu machen.

00:26:48: aber vielleicht weil sie ja vorhin noch mal so auf die dicken Bretter dies manchmal zu bohren gibt gekommen sind.

00:26:57: Also ich merke das natürlich auch unterm Dach der Stadtverwaltung, unser Beirat hat ja auch die Möglichkeit Empfehlungen zu schreiben oder Stellungnahmen.

00:27:04: Natürlich ist es auch oft so der lange Weg wo man viel Geduld braucht.

00:27:08: aber ich möchte vielleicht auch mal ein ganz positives Beispiel wo es auch darum geht dass gerade die Betroffenen ihre Position beibringen können.

00:27:17: Unser Beirad hat ja mittlerweile zwei Arbeitsgemeinschaften gegründet also eine existiert glaube schon seit über zehn Jahren Also das Urgestein der Behindertenpolitik in Erfurt, nämlich die AG Barrierefreies Erfort.

00:27:32: Und dort sitzen eigentlich die Menschen mit einer Beeintrichtung.

00:27:36: ob es Mobilitätseinschränkungen sind, ob es kognitive Beeinträchtigungen sind und Sinn ist.

00:27:43: Meine Kolleginnen aus den Ressorts, ob das Bauern ist.

00:27:46: Ob das Gartner- und Friedhofsamt, das tiefer Verkehrsamt ist mittlerweile auch das Jugendamt.

00:27:51: wenn ihr Planungen für die Stadt Ehrfurt, für die Bürger im Bereich Bauen vorgenommen werden dann kommen sie in diese AG stellen die Projekte vor fragen und lassen die Betroffenen zu Wort kommen.

00:28:06: Und holen sich die Expertise ein, also ich denke das ist auch mal ein sehr positives Beispiel wie man auch wirklich die Bedarfe, Bedürfnisse von den Menschen mit Beeinträchtigung ja mit einbeziehen kann und soll.

00:28:25: Mikrofon für Inklusion.

00:28:28: der Streetlife Podcast vom CAD Erfurth zum Protesttag der Gleichstellung von Menschen mit Behinderung auf dem Fischmarkt Erfurthe.

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